daswahreleben

2006 gab es mit „Das wahre Leben“ eine deutsch-schweizerische Koproduktion mit bekannten Schauspielern wie Katja Riemann und Ulrich Noethen. Aber auch der Regisseur der Tragikomödie, der Schweizer Alain Gsponer, ist kein Unbekannter, kennen viele Kino- und Filmfreude doch sicherlich auch die Komödie „Lila, lila“. Zudem verarbeitet der Regisseur in „Das wahre Leben“ auch persönliche Erlebnisse. Der mehrfach preisgekrönte Film ist ein gelungener Blick hinter die Kulissen einer scheinbar erfolgreichen und harmonischen Familie. Alain Gsponer weiß das heikle und komplexe Thema lebensnah und nachvollziehbar darzustellen – eben einfach das wahre Leben.

Das wahre Leben Trailer

Das wahre Leben – der Film

Wenn die Karriere das Familienleben schluckt

Roland Spatz (Ulrich Noethen) ist ein auf Karriere und Erfolg fokussierter Risikomanager. Entsprechend hoch ist das Arbeitsaufkommen in dem Großkonzern und er bekommt von seiner Familie nicht mehr allzu viel mit – also das typische und klischeebehaftete Auseinanderleben. Doch dann geschieht das Unfassbare: Roland verliert seinen Job und ist von einem Tag zum nächsten arbeitslos. Für den Workaholic kommt einfach rumhängen nicht in Frage, also beginnt er das Haus umzubauen und zu verändern. Das bedeutet aber auch, dass nun auf einmal seine Frau Sybille (Katja Riemann), die sich außerdem als Galeristen verdingt, aus ihrem gewohnten Leben gerissen wird, in dem ihr Mann nicht wirklich eine Rolle spielt. Auch die beiden Söhne Charles (Volker Bruch) und Linus (Josef Mattes) nimmt der Vater nun plötzlich war.


Plötzlich sieht Roland die Realität seiner Familie

Dabei entdeckt der Soldat Charles gerade seine Homosexualität, während Linus kleine, ferngesteuerte Sprengsätze bastelt, mit denen er Gartenfiguren und Vogelhäuschen in der Siedlung in die Luft jagt. Aber auch die Nachbarsfamilie Krüger spielt eine Rolle, denn durch die vielen Abwesenheitszeiten von Roland kam es zwischen Sybille und Vater Krüger zu einem Verhältnis. Allerdings hat der wiederum ein Alkoholproblem, seine Frau eine Tablettensucht und Tochter Florina (Hannah Herzsprung), die im Verlauf der Handlung noch für Aufruhr sorgen wird, keinen wirklichen Lebenswillen mehr, all das ausgelöst durch den Tod des Sohnes der Familie Krüger einige Jahre zuvor. Aber auch hier ist es das Brodeln unter der Oberfläche, so wie auch Roland Spatz irgendwie versucht, die Harmonie zumindest nach außen hin zu erhalten. Dabei war es aber gerade seine plötzliche Arbeitslosigkeit, die alles aus einer eingefahrenen Lethargie gezerrt hat. Die gesamte Situation eskaliert in ein Unglück, welches dann die wahren Stärken der Protagonisten zeigt.



Das wahre Leben – vielfach mit Preisen ausgezeichnete Tragikomödie

Alles in allem gibt „Das wahre Leben“ einen guten Einblick in das traute Familienleben einer scheinbar glücklichen Familie und schnell bröckelt der Putz von der Wand und zeigt die tatsächlichen Probleme auf. Regisseur Alain Gsponer hat die schwierige Materie mit sehr viel Feingefühl verfilmt und eine realistische Atmosphäre geschaffen. Wenn auch nicht immer im selben heftigen Ausmaß, zeigt der Film dadurch eine Natürlichkeit, wie es unserer heutigen schnellen Zeit, die auf Karriere und Wohlstand getrimmt ist, entspricht. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass sich „Das wahre Leben“ für einige renommierte Auszeichnungen verantwortlich zeichnet, darunter der deutsche Filmpreis für Hannah Herzsprung, ein Bambi für Katja Riemann und 2009 den Adolf-Grimme-Preis für Katja Riemann, Hannah Herzsprung, Alain Gsponer sowie die Autoren. Sämtliche Auszeichnungen spiegeln somit durchaus die gelungene Umsetzung dieses schwierigen, sozialen Themas wider.

Das wahre Leben – Mehr Infos


Die Schauspieler

Ulrich Noethen: Roland Spatz
Katja Riemann: Sybille Spatz
Josef Mattes: Linus Spatz
Hannah Herzsprung: Florina Krüger
Juliane Köhler: Katharina Krüger
Alexander Held: Vater Krüger
Volker Bruch: Charles Spatz

Die Crew
Regie: Alain Gsponer
Drehbuch: Alex Buresch, Matthias Pacht
Produktion: Andreas Bareiß, Bernd Burgemeister
Musik: Marius Lange
Kamera: Matthais Fleischer
Schnitt: Melanie Werwie

Auszeichnungen
Baden-Württembergischer Drehbuchpreis 2004
MFG-Star Baden-Baden 2006
Deutscher Filmpreis 2007 in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für Hannah Herzsprung
Bambi 2007 in der Kategorie Film national
Preis der deutschen Filmkritik 2007, Kategorie Bestes Drehbuch, an Matthias Pacht und Alex Buresch
Adolf-Grimme-Preis 2009



Mehr Infos über das wahre Leben



Das wahre Familienleben besteht natürlich auch aus den Festen, die man jedes Jahr wieder feiert, dazu gehört auch der Geburtstag, Weihnachten und natürlich der Muttertag. Geschenke zum Muttertag zu finden ist dabei nicht allzu schwer, wenn man mal etwas nachdenkt.
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